Aktuelles

Künstliche Intelligenz in der Bestattungsbranche

Künstliche Intelligenz in der Bestattungsbranche – Eindrücke vom KI-Symposium

Wie wird künstliche Intelligenz unsere Arbeit und unsere Trauerkultur verändern? Und welche Möglichkeiten entstehen dadurch für den Umgang mit Erinnerung und Abschied?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich Marie und Ralf Michal im September beim KI-Symposium in Düsseldorf beschäftigt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung Deutsche Bestattungskultur gemeinsam mit dem Kuratorium. Einen Tag lang stand dort die Frage im Mittelpunkt, welche Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz für die Bestattungsbranche bereits heute relevant sind und was in Zukunft möglich sein könnte.

Zwischen Erinnerung, Trauer und Technologie

Die Themen des Symposiums waren vielfältig. Es ging unter anderem um virtuelle Räume zur Erinnerung, sogenannte Deathbots und den möglichen Einsatz von KI in der Trauerbegleitung. Gleichzeitig wurde auch der Blick auf die internen Abläufe eines Bestattungsunternehmens gerichtet: Wo kann künstliche Intelligenz dabei helfen, Prozesse einfacher und effizienter zu gestalten?

Besonders spannend war die Podiumsdiskussion, in der darüber gesprochen wurde, wo KI in der Bestattungsbranche und in der Trauerkultur bereits eingesetzt wird. Auch die Entwicklung sogenannter KI-Assistenten wurde thematisiert.

Dabei ging es nicht nur um die technischen Möglichkeiten, sondern auch um eine wichtige Frage: Ist das, was technisch möglich ist, auch immer sinnvoll?

Gerade in der Trauerbegleitung braucht es einen sensiblen Umgang mit neuen Technologien. Trauer ist individuell und lässt sich nicht automatisieren. Ob und in welcher Form KI hier unterstützen kann, wurde deshalb auch kritisch hinterfragt.

Was andere Handwerksbranchen bereits zeigen

Dass künstliche Intelligenz nicht nur in großen Technologieunternehmen eine Rolle spielt, zeigten zwei Praxisbeispiele aus anderen Handwerksbranchen.

Ein Dachdecker und ein Schreiner berichteten davon, wie sie KI bereits für interne Prozesse einsetzen. Dabei wurde deutlich, dass die Technologie vor allem dort unterstützen kann, wo viele wiederkehrende Aufgaben Zeit binden. Werden solche Abläufe sinnvoll durch KI unterstützt, können zeitliche Kapazitäten frei werden, die an anderer Stelle besser eingesetzt werden können.

Für uns ist dabei vor allem eines interessant: KI muss nicht alles übernehmen. Sie kann vielmehr ein Werkzeug sein, das Menschen bei bestimmten Aufgaben unterstützt und ihnen dadurch mehr Zeit für das Wesentliche gibt.

Neue Wege, Erinnerungen lebendig zu halten

Ein weiterer Schwerpunkt des Symposiums beschäftigte sich mit der Frage, wie wir heute und in Zukunft an einen geliebten Menschen erinnern können.

Vorgestellt wurden verschiedene Möglichkeiten, die teilweise bereits verfügbar sind. So kann beispielsweise die Lebensgeschichte eines Menschen in unterschiedliche Formate übertragen werden, etwa als Hörbuch, Podcast oder Lied. Auch vorhandenes Bildmaterial kann mithilfe von KI aufbereitet und in neue Formen gebracht werden. Darüber hinaus gibt es inzwischen Möglichkeiten, mit einem KI-basierten System über die Lebensgeschichte oder Erinnerungen eines verstorbenen Menschen zu chatten.

Diese Entwicklungen eröffnen neue Formen des Erinnerns. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt. Jeder Mensch trauert anders und jeder hat andere Bedürfnisse. Entscheidend ist deshalb nicht, was technisch möglich ist, sondern welches Medium sich für den Einzelnen stimmig und richtig anfühlt.

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Der Tag in Düsseldorf hat gezeigt, wie schnell sich die Möglichkeiten rund um künstliche Intelligenz entwickeln. Vieles, was vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar war, ist heute bereits technisch umsetzbar.

Für uns steht dabei jedoch eine Frage über allen technischen Möglichkeiten: Was hilft dem Menschen wirklich?

Künstliche Intelligenz kann Abläufe erleichtern, Zeit sparen und neue Möglichkeiten schaffen. Sie kann aber nicht das persönliche Gespräch ersetzen, keine Hand halten und keine menschliche Nähe geben.

Gerade in unserem Beruf ist der persönliche Kontakt von besonderer Bedeutung. Menschen kommen zu uns in einer sehr emotionalen und oft schweren Lebenssituation. Zuhören, verstehen, begleiten und gemeinsam einen individuellen Abschied gestalten, das bleibt eine zutiefst menschliche Aufgabe.

Das KI-Symposium hat uns deshalb nicht nur neue technische Möglichkeiten gezeigt. Es hat vor allem daran erinnert, dass wir genau hinschauen müssen, wo KI sinnvoll unterstützen kann und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.

Für uns ist klar: Wir möchten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und offen für neue Möglichkeiten sein. Aber immer mit dem Anspruch, dass Technologie dem Menschen dient und nicht umgekehrt.

Hinweis: Ich habe diesen Text persönlich geschrieben, jedoch mit Hilfe von KI überarbeiten lassen. Das Ergebnis ist nicht schlecht oder? 😉

September 2026, Marie Michal, Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Beiträge